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Alt-Erlaa

Themen zur gesamten Gegend (nicht Wohnpark), die in keinen einzelnen Wohnbereich fallen.

Themen:

 

Mehrzweckstreifen

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Hi,

 

nachdem ich kein Autofahrer bin gehen viele Änderungen auf Straßen an mir vorüber. So z.B. die Verlängerung der Mehrzwecksteifen beim Schloss Alt-Erlaa und dem Erlaaer Platz.

 

Ich war ehrlich gesagt schockiert, als ich das am Samstag gesehen habe. Aus meiner Sicht kann ja nur irgendein krankes Gehirn sich das ausgedacht haben. Die Situation war ja schon vorher etwas eigenartig, aber das ...

 

Was meint ihr? Habt ihr schon jemals Leute den bisherigen Mehrzweckstreifen nutzen gesehen?

 

Albert

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40 Folgeantwort(en) :

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Hier noch ein Artikel, 1:1, aus dem Online Stanard vom 8. April

 

Radler machen Autofahrer rasend

Dass Radfahrer immer wieder gegen die Einbahn fahren oder bei Rot die Straße überqueren, sorgt bei Pkw-Lenkern für Unmut

Radfahren ist beliebt - aber nur, wenn man selber auf dem Sattel sitzt. So das Resümmee einer Presseveranstaltung von ÖAMTC und der Ärztlichen Kraftfahrvereinigung Österreich (ÄKVÖ).

 

Riskantes und rücksichtsloses Fehlverhalten finde man zwar sowohl bei Rad- als auch bei Autofahrern - allerdings würde man Fehler meist beim jeweils anderen suchen. "So wird der Radler vom Autofahrer meist als jemand erlebt, der sich weniger an Verkehrsregeln hält", sagte die Expertin.

 

Zorn

 

Wütend wird der Autofahrer, wenn der Pedalritter trotz roter Ampel die Straßen überquert. Auch Einbiegen oder ein Spurenwechsel ohne Handzeichen, ein Fahren gegen die Einbahn oder in der Straßenmitte stoßen laut diversen Untersuchungen und Befragungen dem Pkw-Lenker sauer auf.

 

Nicht einseitig

 

Der Fahrzeuglenker ist umgekehrt auch kein Engel: Abbiegen ohne zu blinken, eine zu hohe Überholgeschwindigkeit oder das Vorfahrt-Nehmen des Radlers bringen Drahtesel-Bezwinger ebenso zur Weißglut wie die fehlende Vorsicht beim Ausparken oder beim Öffnen einer Pkw-Tür.

 

In Ausbildung und Verkehrserziehung sollte mehr auf Konfliktsituationen und Partnerkunde eingegangen werden, so die Expertin. "Wer Auto fährt und gleichzeitig Radfahrer ist, erweitert seinen Verkehrshorizont." Der ÖAMTC forderte auch eine Gesamtreform des Verkehrsrechts und eine Versicherungspflicht für Radfahrer. Vorschriften gehörten durchforstet: Sie müssten verständlich und praxisgerecht sein und auch von Kindern verstanden werden, so ÖAMTC-Rechtsberater Martin Stichlberger. Eine Versicherungspflicht sollte nicht über Kennzeichen laufen, sondern lenkerbezogen sein.

 

In einer Aussendung der Radlobby Argus hieß es, das Symposium von ÖAMTC und AKVÖ passe in das "übliche Problematisieren und Skandalisieren" des Radverkehrs.

 

Rechtsirrtümer

 

Tatsächlichen Handlungsbedarf sehen die Verkehrsclubs beim Wissenstand der Verkehrsteilnehmer: "Bei weitem nicht alle Vorschriften für Radfahrer sind im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer verankert - ein Gefahrenpotenzial", so Rechtsberater Martin Stichlberger. "Besonders bei Verhaltensbestimmungen und Vorrangregeln auf Radfahranlagen gibt es Wissenslücken."

 

Ver- und Gebote

 

Stichlbergers Kollege, Jurist Martin Hoffer, nannte im APA-Gespräch die häufigsten Irrtümer: Bis auf Wohnstraßen sei Fahren gegen die Einbahn für Radler nur erlaubt, wenn die Erlaubnis gesondert beschildert wurde, erklärte Hoffer. Zusätzlich könnte dies durch Bodenmarkierungen kundgemacht werden. Verlässt ein Pedalritter eine Radfahranlage oder endet diese, hat er Wartepflicht. Radfahrüberfahrten hat sich der Radler übrigens mit zehn km/h zu nähern. Und auf dem Zebrastreifen haben sie fahrend schon gar nichts verloren.

 

Vorschlängeln erlaubt

 

Auch halte sich noch das Gerücht, dass Vorschlängeln für Radfahrer verboten sei. "Erlaubt ist es, wenn die Kolonne steht, man sich z. B. vor einer Kreuzung oder einer Straßenenge befindet, ausreichend Platz dafür ist und Abbieger nicht gefährdet oder behindert werden", erklärte der Jurist. Auch falsch: Dass Pedalritter immer äußerst rechts fahren müssen, um gut überholt werden zu können. Es muss so gefahren werden, dass man selbst oder andere nicht gefährdet und nichts beschädigt wird.

 

Weit verbreitet sei auch die Meinung, dass bei Unfällen mit Radfahrern, die keine private Haftpflichtversicherung haben, der Versicherungsverband zahlt. Das Verkehrsopfer-Entschädigungsgesetz bezieht sich laut dem Experten allerdings nur auf Kraftfahrzeuge. Eine ÖAMTC-Forderung sei, eine Versicherungspflicht für Radfahrer einzuführen.

 

Führerschein kann entzogen werden

 

Nur bedingt stimme, dass man mit dem Drahtesel ohne Gefahr für den Führerschein betrunken fahren darf, sagte Hoffer. Wer wiederholt alkoholisiert am Fahrrad erwischt wird und Anzeichen einer Sucht aufweist, dem könnte ein Führerschein-Entziehungsverfahren drohen.

 

Dem Radler trifft grundsätzlich auch keine Mitschuld, wenn er gegen eine sich öffnende Autotüre prallt. Sind Radfahranlagen vorhanden, müssen diese benützt werden - auf ihnen gilt das Rechtsfahrgebot. Mehrzweckstreifen dürfen übrigens auch von Autos befahren werden, wenn die übrige Fahrbahn zu schmal ist. Sind dort aber gerade Radfahrer unterwegs, so haben diese Vorrang.

 

Tipps für sicheres Radeln

 

Manche Großstadtbewohner fürchten sich vor dem Verkehr, weiß Evelyne Doppel, Vorsitzende der Radlobby Argus. Für angehende Stadtradler gibt Doppel Tipps: "Die Strecke, die man fahren will, zuerst einmal am Sonntag abfahren. Dann, wenn weniger Verkehr ist." Und ein Drahtesel-Ritt a la "Rechts rein und dann wieder raus" sollte vermieden werden: "Keine leeren Parklücken ausfahren, sondern geradlinig radeln."

 

"Man sollte auf das Auto vor einem schauen: Wo die rechten Fahrzeugreifen sind, da sollte man fahren", riet die Vorsitzende im APA-Gespräch. Allerdings sollte man mit seinem Drahtesel auch nicht zu knapp an parkenden Pkw vorbeitreten: "Viele Autofahrer machen einfach die Türe auf." Im Kreuzungsbereich würden die meisten Unfälle passieren, hier sollte besonders vorsichtig gefahren werden. Außerdem sollte man den Sattel für die ersten Fahrten im Stadtgebiet tiefer stellen, um im Bedarfsfall schnell Bodenkontakt herstellen zu können.

 

Achtung vor Schienen

 

Respekt sollte man vor Straßenbahnschienen haben: "Nicht spitzwinkelig queren", so Doppel. Gerät man in die Schiene, könne ein Sturz kaum vermieden werden. Besonders rutschig seien Schienen bei Nässe. Wer sich auf seinen ersten Tritt in die "Stadt-Pedale" vorbereiten möchte: Ein Wiener Stadtplan für Radfahrer ist bei Argus erhältlich.

 

(APA)

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Im "Heute" vom 7. April Seite 6 steht folgener Artikel -

 

"Unfälle: Radler häufig betrunken"

 

Walter Dorner, Chef der Ärtzekammer und Präsident der Ärtzlichen Kraftfahrzeugvereinigung, schlägt Alarm: Bereits 30 Prozent der verunglückten Radfahrer sind zum Unfallzeitpunkt betrunken.

Dorner fordert deshalb schärfere Kontrollen und abseits von Alkohol im Verkehr verstärkte Aufklärungsarbeit in der am häufigsten betroffenen Gruppe. Laut Studie ist der typische Unfall-Radler männlich und um die 49 Jahre."

 

Fazit: In Kombination mit diesem Mehrzweckstreifen eine gefährliche Kombination die sicher mal böse enden wird.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Hier nun endlich das Foto.

 

Ich finde das ist gut gelöst und ist ziemlich übersichtlich, auch für die Fahrzeuge auf der zweiten Spur.

 

http://tinyurl.com/5ksq4d

 

Steffl

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Der Streifen ist weder für Autofahrer noch für Radfahrer gut gelöst.

Ich sehe auch echt nicht ein warum hier ein Radweg sein muss wo man doch ohnehin auch hinten bei der Liesing einen Radweg hat.

Dazu ist man da hinten auch sicher schneller mit dem Rad da es keine Ampeln gibt wo man stehenbleiben muss.

Ich würde es sofort unterschreiben wenn man es abschaffen will.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Ich kann mich der Meinung von Albert nur anschliessen.

Es stellt sicher keine Sicherheit für Radfahrer dar, wenn eine Fahrradspur, eine Autospur vor einer Ampel mit Abbiegespur kreuzt.

Auch in der anderen Richtung muss man mit dem Auto jetzt erst in die andere Spur fahren um dann nach der Ampel noch mal Spur zu wechseln will man in die Prausgasse abbiegen.

Und auch hier wurde die Fahrradspur so doof geplant.

Die Erlaaer Strasse ist ohnehin so eng und Radfahrer können wirklich auch hinten bei der Liesing fahren wo es ja auch einen Radweg gibt.

Wer immer das geplant hat wird es nach dem ersten Unfall mit Todesfolge, hoffentlich schwer bereuen und die Situation wieder ändern.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Ich wiederhole mich hier gerne nochmals: Mehrzweckstreifen sind - wie internationale Studien belegen - eine hervorragende Sache, weil sie das Bewusstsein des Autofahrers stärken, dass sie hier mit Radfahrern zu rechnen haben; dass in diesem Abschnitt jetzt mehr od. weniger Radfahrer unterwegs sind, und ob diese jetzt mehr oder weniger Platz haben, spielt keine Rolle; es geht ausschließlich um den psychologischen Effekt f.d. Autofahrer - und das ist ein enormer Sicherheitsgewinn für den Radfahrer.

 

Weiters möchte ich nochmals erwähnen:

Mehrzweckstreifen bitte nicht mir Radwegen zu verwechseln. Ersterer sind für Radfahrer da, die sich sicher und schnell auf der Straße bewegen können; Zweitere sind für Genußradler, Kinder, Famlien, etc. gemacht.

 

Leider machen unsere Stadtplaner bei Mehrzweckstreifen schon einen kleinen Fehler: Sie planen diese Streifen nämlich oft viel zu nahe an Längsparkplätzen. Und viele Autofahrer behirnen es leider nicht, dass man seine Autotüre zuerst einen Spalt öffnet, dann überprüft, ob wer kommt und erst dann die Türe ganz öffnen darf.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Die Frage die sich mir stellt - wer stärkt eigentlich das Bewusstsein der Radfahrer?

Es gibt sicher auch rücksichtslose Autofahrer aber -

Warum sonst sehe ich immer wieder vom Radfahrer verschuldete, gefährliche Verkehrssituationen?

Der Mehrzweckstreifen wird an dieser Situation nichts verbessern.

Aus meiner Sicht schafft dieser Mehrzweckstreifen es nur noch mehr gefährliche Situationen im Strassenverkehr hervorzurufen.

Bin schon gespannt wann dort der erste Unfall mit einem Radfahrer passiert.

Antworten

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Die Frage die sich mir stellt - wer stärkt
» eigentlich das Bewusstsein der Radfahrer?

Lebensmüde Radfahrer gab es immer und wird es immer geben; diese sind aber zum Glück prozentuell gesehen sehr stark unterrepräsentiert.

» Es gibt sicher auch rücksichtslose Autofahrer
» aber -
» Warum sonst sehe ich immer wieder vom Radfahrer
» verschuldete, gefährliche Verkehrssituationen?

Ganz einfach: Der Großteil der Radfahrer hat einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb und wird daher bei einer möglichen Konfliktsituation mit einem Auto eher auf sein Recht verzichten als umgekehrt.

» Der Mehrzweckstreifen wird an dieser Situation
» nichts verbessern.
» Aus meiner Sicht schafft dieser Mehrzweckstreifen
» es nur noch mehr gefährliche Situationen im
» Strassenverkehr hervorzurufen.

Nur wenn sich hier der Slogan 'Wien ist anders' bewahrheitet. Internationalen Studien zufolge werden Mehrzweckstreifen mögliche Gefahrenpotenziale stark verringern. - bei Ungläubigkeit bzw. Interesse: bei Argus, VCÖ, ÖAMTC, ARBÖ etc. liegen diese Studien mit Sicherheit auf.

» Bin schon gespannt wann dort der erste Unfall mit
» einem Radfahrer passiert.

Wenn die Autofahrer ihr Hirn einschalten, kann nichts passieren; denn ein Radfahrer kann hier nichts falsch machen, solange er in seinem Bereich des Mehrzweckstreifen bleibt. (außer vielleicht bei Dunkelheit ohne entsprechende Beleuchtung zu fahren - aber das sind sowieso nur die Hirnis, wie unter Pkt. 1 beschrieben)

 

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

"Lebensmüde Radfahrer gab es immer und wird es immer geben; diese sind aber zum Glück prozentuell gesehen sehr stark unterrepräsentiert."

 

Das sehe ich aber komplett anders.

Die meisten Radfahrer denken sie haben alle Rechte und glauben offensichtlich auch, dass es für sie keine Verkehrsregeln gibt.

 

"Ganz einfach: Der Großteil der Radfahrer hat einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb und wird daher bei einer möglichen Konfliktsituation mit einem Auto eher auf sein Recht verzichten als umgekehrt"

 

Ich habe das aber schon mehrmals anders beobachtet.

Sobald ein anderer Verkehrsteilnehmer, z.B Fussgänger auf einem Zebrastreifen, schwächer ist verzichtet ein Radfahrer absolut nicht auf sein Recht.

Und auch oft genug habe ich schon gesehen wie ein Radfahrer ein Auto einfach "geschnitten" hat.

Nicht abzustreiten ist natürlich die Tatsache, dass eben auch Autofahrer sich falsch verhalten.

 

"Nur wenn sich hier der Slogan 'Wien ist anders' bewahrheitet. Internationalen Studien zufolge werden Mehrzweckstreifen mögliche Gefahrenpotenziale stark verringern. - bei Ungläubigkeit bzw. Interesse: bei Argus, VCÖ, ÖAMTC, ARBÖ etc. liegen diese Studien mit Sicherheit auf."

 

Also auf diese Studien gebe ich Null.

Wie oft schon wurden Studien revidiert?

Und für mich ist zumindest dieser angesprochene Mehrzweckstreifen absolut ausserhalb dieser Studie.

 

"Wenn die Autofahrer ihr Hirn einschalten, kann nichts passieren; denn ein Radfahrer kann hier nichts falsch machen, solange er in seinem Bereich des Mehrzweckstreifen bleibt. (außer vielleicht bei Dunkelheit ohne entsprechende Beleuchtung zu fahren - aber das sind sowieso nur die Hirnis, wie unter Pkt. 1 beschrieben)"

 

Warum sollen nur Autofahrer Ihr Hirn einschalten?

Haben Radfahrer neuerdings, das Recht sich blind auf die Rücksicht anderer zu verlassen und dürfen ihr Hirn daheim lassen?

Es stimmt auch absolut nicht, das einem Radfahrer hier nichts passieren kann wenn er in seinem Bereich auf dem Mehrzweckstreifen bleibt.

Der Autofahrer fährt auch auf seiner Spur und es gibt auch sowas wie tote Winkel...

 

 

 

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

da muss ich office recht geben. ich bin zwar auch ein radfahrer, hab aber noch nie soviele verkehrsübertretungen gesehen wie eben bei radfahrern. man kann fast schon davon ausgehen, dass ampeln bei rot überquert werden, besonders geil finde ich auch immer den wechsel zwischen autospur und fußgängerweg, manche fahrradfahrer nehmen das meist nicht so genau. du stehst also mit deinem auto da, es wird rot, du willst rechts abbiegen und ordnest dich rechts ein, aber da fährt gerade ein fahrradfahrer quer im 45 grad winkel bei rot zum zebrastreifen und dann links rüber. du sitzt dann nur noch im auto und hoffst, dass nichts passiert ist. trauriges Smiley ;(

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» da muss ich office recht geben. ich bin zwar auch
» ein radfahrer, hab aber noch nie soviele
» verkehrsübertretungen gesehen wie eben bei
» radfahrern.

Ich bin Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Persönlich mache ich die meisten Verkehrsübertretungen allerdings als Autofahrer - Hand aufs Herz: Wer fährt z.B. auf dem Gürtel wirklich nur 50 km/h bzw. in der Gregorygasse nur 30 km/h?

Verkehrsübertretungen bei Autofahrern werden halt eher als 'Kavaliersdelikt' angesehen als bei den Radfahrern.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Das sehe ich aber komplett anders.
» Die meisten Radfahrer denken sie haben alle
» Rechte und glauben offensichtlich auch, dass es
» für sie keine Verkehrsregeln gibt.

No comment ... von einigen wenigen schwarzen Schafen auf die Mehrheit zu schließen ist nicht sehr fair.

» "Ganz einfach: Der Großteil der Radfahrer hat
» einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb und wird
» daher bei einer möglichen Konfliktsituation mit
» einem Auto eher auf sein Recht verzichten als
» umgekehrt"

» Also auf diese Studien gebe ich Null.
» Wie oft schon wurden Studien revidiert?
» Und für mich ist zumindest dieser angesprochene
» Mehrzweckstreifen absolut ausserhalb dieser
» Studie.

Die holländische Studie war eine Langzeitstudie (über 5 Jahre; vielleicht sogar über 10 Jahre); diese Studie hat also eine sehr hohe Aussagekraft.

 

» Warum sollen nur Autofahrer Ihr Hirn
» einschalten?
» Haben Radfahrer neuerdings, das Recht sich blind
» auf die Rücksicht anderer zu verlassen und dürfen
» ihr Hirn daheim lassen?

Ja - Radfahrer haben (gemäß Vertrauensgrundsatz) ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer das Recht darauf zu vertrauen, dass sich die anderen gemäß STVO verhalten.

 

» Es stimmt auch absolut nicht, das einem Radfahrer
» hier nichts passieren kann wenn er in seinem
» Bereich auf dem Mehrzweckstreifen bleibt.
» Der Autofahrer fährt auch auf seiner Spur und es
» gibt auch sowas wie tote Winkel...

Viel Spass mit dem 'toten Winkel' vor Gericht. Denn mit diesem Argument wirst du nicht durchkommen. Damit nämlich ein Radfahrer im 'toten Winkel' ist, muss man diesen erst vorher überholt haben ... (in der Regel); andernfalls (Radfahrer kommt von hinten) sollte der Autofahrer rechts blinken, wodurch kein vernünftiger und sich vorschriftsmäßig verhaltender Radfahrer mehr zum Überholvorgang ansetzen würde.

 

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Nun gut ich könnte jetzt noch ewig mit dir diskutieren.

Aber ich sehe es nicht als meine Aufgabe an dich zu bekehren und schon gar nicht geht es mir darum unbedingt Recht haben zu wollen.

Ich akzeptiere deinen Standpunkt aber teile ihn auch weiterhin nicht.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Ganz einfach: Der Großteil der Radfahrer hat
» einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb ...

... und weicht daher woandershin aus. Gemeint sind jene, die über Gehsteige und Zebrastreifen brettern oder sich auch bei uns innerhalb der Anlage "austoben".

Was ich meine: es sind nicht immer nur die Autofahrer die "Bösen", es gibt auch unter den Radfahrern schwarze Schafe, und zwar mehr als genung.

In dem Zusammenhang sei auch noch angemerkt, dass es bei den Fußgängern auch nicht anders ist: es gibt deren auch genug, die bei Rot über die Straße marschieren oder ein paar Meter vor/nach dem Zebrastreifen, etc.

 

» Wenn die Autofahrer ihr Hirn einschalten, ...

... und auch der Rest der Verkehrsteilnehmer !

 

Warum heisst das eigentlich "Mehrzweck"-Streifen ? Gibt's neben dem einen Zweck, einen Teil der Fahrbahn für Radfahrer "abzuzwacken", noch weitere ?

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» » Ganz einfach: Der Großteil der Radfahrer hat
» » einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb ...
» ... und weicht daher woandershin aus. Gemeint
» sind jene, die über Gehsteige und Zebrastreifen
» brettern oder sich auch bei uns innerhalb der
» Anlage "austoben".

Irgendwie suggerierst du damit, dass der Großteil der Radfahrer über Gehsteige und Zabrastreifen berttern ...

Das ist mit Sicherheit nicht korrekt, denn das sind nur wenige schwarze Schafe, wie sie halt leider überall vorkommen.

 

P.S. Ich benutze mit dem Rad auch hin- und wieder Zebrastreifen und Gehsteige, wenn ich mir dadurch einen größeren Umweg ersparen kann; allerdings wird dabei das Rad entweder geschoben od. in Schritttempo dahingerollt...

 

» Was ich meine: es sind nicht immer nur die
» Autofahrer die "Bösen", es gibt auch unter den
» Radfahrern schwarze Schafe, und zwar mehr als
» genung.

Wie oben erwähnt: Es gibt leider in allen Bereichen zu viele schwarze Schaft. Prozentuell gesehen halten sich aber alle Gruppen einigermaßen die Waage.

 

» In dem Zusammenhang sei auch noch angemerkt, dass
» es bei den Fußgängern auch nicht anders ist: es
» gibt deren auch genug, die bei Rot über die Straße
» marschieren ...

Wenn es nach mir ginge, würde das überhaupt mit sehr hohen Strafen sanktioniert werden (EUR 100,00 aufwärts) - vor allem wenn Kinder dies mitbekommen (Vorbildwirkung der Erwachsenen)

 

»
» » Wenn die Autofahrer ihr Hirn einschalten, ...
» ... und auch der Rest der Verkehrsteilnehmer !

Nich bei dem in Frage stehenden Mehrzweckstreifen, denn dort kann der Radfahrer bei vorschriftsmäßiger Benutzung keinen Fehler machen; wenn es dort also zu einem Unfall kommen sollte, dann ist der Autofahrer zu 100% Schuld.

 

»
» Warum heisst das eigentlich "Mehrzweck"-Streifen
» ? Gibt's neben dem einen Zweck, einen Teil der
» Fahrbahn für Radfahrer "abzuzwacken", noch weitere
» ?

Der Begriff Mehrzweckstreifen kommt daher, dass auf dieser Verkehrsfläche der Radfahrer quasi bevorzugt wird (seitlicher Sicherheitsabstand, ...); anders als beim reinen Radweg bzw. Radstreifen darf der Autofahrer den Mehrzweckstreifen auch befahren; er darf dabei aber keinen Radfahrer gefährden.

Lt. STVO macht es allerdings keinen Unterschied aus, ob jetzt ein Mehrzweckstreifen vorhanden ist od. nicht (da ja z.B. ein seitlicher Sicherheitsabstand immer einzuhalten ist); der Mehrzweckstreifen dient eigentlich nur der Psyche des Autofahrers - so wird z.B. der seitl. Sicherheitsabstand beim Überholen eines Radfahrers bei Vorhandensein eines Mehrzweckstreifens eher eingehalten als wenn kein derartiger Streifen da ist (vor einigen Jahren habe ich hierzu einen Bericht über eine große Langzeitstudie in den Niederlanden gelesen, wo durch Mehrzweckstreifen die Unfallzahlen im 2stelligen Prozentbereich reduziert werden konnten.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Irgendwie suggerierst du damit, dass der Großteil
» der Radfahrer über Gehsteige und Zabrastreifen
» berttern ...
» Das ist mit Sicherheit nicht korrekt, denn das
» sind nur wenige schwarze Schafe, wie sie halt
» leider überall vorkommen.

Nein, "Großteil" stimmt natürlich nicht, wie bei allen Verkehrsteilnehmern ist es eben ein gewisser Prozentsatz. Es hat für mich nur geklungen, als wären die Autofahrer die "Bösen" und die Radfahrer die "Armen".

 

» P.S. Ich benutze mit dem Rad auch hin- und wieder
» Zebrastreifen und Gehsteige, wenn ich mir dadurch
» einen größeren Umweg ersparen kann; allerdings
» wird dabei das Rad entweder geschoben od. in
» Schritttempo dahingerollt...

Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden.

 

» » Warum heisst das eigentlich "Mehrzweck"-Streifen
» » ? Gibt's neben dem einen Zweck, einen Teil der
» » Fahrbahn für Radfahrer "abzuzwacken", noch weitere
» » ?
» Der Begriff Mehrzweckstreifen kommt daher, dass ...

Danke für die ausführliche Erläuterung. Auf die Idee, den Mehzweckstreifen auch mit dem Auto zu befahren - auch wenn kein Radfahrer da ist - wäre ich nicht gekommen ... ich hab' das so wie eine Bus-Spur gesehen.

 

Mit diesem Mehrzweckstreifen hat man quasi die "Verantwortung" vom Radfahrer zum Autofahrer verschoben. Früher musste der Radfahrer, der an der Kreuzung geradeaus weiter fahren wollte, vorher von der rechten auf die linke (Geradeaus-)Spur wechseln. Jetzt bleibt der Radfahrer auf "seinem Streifen". Stattdessen müssen rechtsabbiegende Autofahrer den Mehrzweckstreifen überqueren, um auf die Rechtsabbiegespur zu kommen.

 

Haben wir eigentlich schon erläutert, wie sich ein Radfahrer korrekt verhält, wenn er rechts in die Gregorygasse abbiegen will ? Der verlässt wohl einfach den Mehrzweckstreifen und fährt die Rechtsabbiegespur weiter ?

 

Eine Skizze oder ein paar Fotos wär'n jetzt echt ned verkehrt ...

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Mit diesem Mehrzweckstreifen hat man quasi die
» "Verantwortung" vom Radfahrer zum Autofahrer
» verschoben.

Jein - Früher musste der Radfahrer 'links blinken' (du verstehst sicher was ich meine), um den Fahrstreifen zu wechseln und um geradeaus fahren zu können - obwohl in der Praxis früher wohl niemand auf die linke Spur gewechselt ist, sondern (so wie der Bus) auf der rechten Spur geblieben ist und einfach (via Bushaltestelle nach der Gregorygasse) einfach geradeaus gefahren ist; dadurch (kann ich mir zumindest vorstellen, da ich nie in diese Richtung geradelt bin) könnte es zu Konflikten mit den Rechtsabbiegern gekommen sein (wobei hier bei einem Unfall der Radfahrer (Teil-)Schuld gewesen wäre.

» Haben wir eigentlich schon erläutert, wie sich
» ein Radfahrer korrekt verhält, wenn er rechts in
» die Gregorygasse abbiegen will ? Der verlässt wohl
» einfach den Mehrzweckstreifen und fährt die
» Rechtsabbiegespur weiter ?

Wenn er sich 100%ig lt. STVO verhält, dann muss er 'rechts blinken', um die Radspur des Mehrzweckstreifen zu verlassen (obwohl er eigentlich in Wirklichkeit geradeaus fährt). Dann müsste er nochmals seine rechte Hand heben, wenn er in die Gregorygasse einbiegt.

Handzeichen sind überhaupt so eine Sache; wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, versuche ich diese möglichst zu machen; ist aber bei einer gewissen Geschwindigkeit, wenn man auch noch gleichzeitig bremsen muss, oft gar nicht so einfach ...

 

» Eine Skizze oder ein paar Fotos wär'n jetzt echt
» ned verkehrt ...

definitiv *lieb schau zu Albert*

 

 

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Bis sich jemand findet, der Fotos macht und hier irgendwie reinstellt, hab' ich mal versucht, eine Skizze zu machen ... wobei ich mir nicht 100 % sicher bin, ob's tatsächlich so ausschaut:

http://img127.imageshack.us/my.php?image=mehzwstrgn0.jpg

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Die Skizze kommt einigermaßen hin, wobei meiner Meinung nach der Übergang des Mehrzweckstreifens von rechts in die Mitte etwas flüssiger ist (also nicht so steil wie skizziert).

 

Ich bin übrigens heute erstmals (seit Bestehen dieses Streifens) an dieser Kreuzung mit dem Auto nach rechts in die Gregorygasse eingebogen (normalerweise führen mich meine Wege immer Richtung Mauer/Liesing - also geradeaus), und ehrlich gesagt: ich sehe hier nicht das geringste Gefahrenpotential.

 

Begründung: Die rechte Fahrspur ist so eng, dass man auf dem Mehrzweckstreifen fahren muss - von hinten kann also kaum ein Radfahrer 'herangeschossen' kommen; und wenn ich einen Radfahrer vor mir übersehe und diesen bei der 'Querung' abschießen würde, dann gehört mir sowieso der Führerschein auf Lebenszeit entzogen ...

 

Noch etwas zu den 'bösen' Radfahrern und den 'braven' Autofahrern: Innerhalb von nur ca. 10 Minuten konnte ich 2 Autofahrer beobachten, die das Rotlicht übersehen/ignoriert haben (ein Linksabbieger, wo nur für den Geradeaus-Verkehr grün war und ein Autofahrer, der das Rotlicht bei einem reinem Fußgängerübergang ignoriert hat) - Missachtungen von Schutzwegen (Anhaltepflicht, wenn ein Fußgänger über den Schutzweg gehen möcht) und diverse Geschwindigkeitsübertretungen (hier darf ich mich nicht ausschließen; war auch hin und wieder 5 - 10 km/h zu schnell) können aufgrund der Menge nicht dokumentiert werden.

Aber wehe, wenn sich einmal ein Radfahrer nicht an die STVO hält ...

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Begründung: Die rechte Fahrspur ist so eng, dass
» man auf dem Mehrzweckstreifen fahren muss ...

Es wird dann - glaube ich - eher auf der Geradeaus-Spur "heikel", wenn also der Autofahrer auf der linken Spur (die dann die Geradeaus-Spur ist) fährt und an der Stelle, wo der Mehrzweckstreifen einmündet, ein Radfahrer rüberkommt.

Das Problem ist halt, dass dies eine nachträglich hinzugefügte Lösung ist ... wäre die Fahrbahn breiter (also 2 Spuren plus Mehrzweckstreifen), gäb's das Platzproblem nicht. Allerdings wär's dann wiederum kein Mehrzweckstreifen mehr, sondern ein eigener Radweg ...

 

Hilft nix: Augen auf und Hirn einschalten ist einfach gefragt!

Antworten

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Es wird dann - glaube ich - eher auf der
» Geradeaus-Spur "heikel", wenn also der Autofahrer
» auf der linken Spur (die dann die Geradeaus-Spur
» ist) fährt und an der Stelle, wo der
» Mehrzweckstreifen einmündet, ein Radfahrer
» rüberkommt.

Von der Seite habe ich es noch gar nicht betrachtet - dachte immer die meisten hätten ein Problem damit, dass dieser Streifen die Abbiegespur quert.

Könnte tatsächlich zu heiklen Situationen führen, wenn 2 unaufmerksame Verkehrsteilnehmer (ein Rad- und ein Autofahrer) aufeinander treffen.

Praktisch sollte der Autofahrer jedoch immer einen entsprechenden Überblick haben (und somit den Radfahrer rechtzeitig sehen) und der Radfahrer sollte nicht auf Teufel komm raus sich am äußerst linken Rand des Mehrzweckstreifens (nach der Querung) bewegen, sondern eher am rechten Rand (und somit genau in der Mitte der beiden Fahrbahnen) bleiben.

 

Ich hatte in diesem Bereich schon öfters (als Geradeausfahrer) Begegnungen mit querenden Radfahrern und mir wäre ehrlich gesagt hier noch nie ein Problem aufgefallen - das kommt aber wahrscheinlich daher, dass ich mich auch oft mit dem Rad in der Stadt bewege (eine Zeit lang hatte ich mir mein Geld fürs Studium sogar als Veloce-Fahrer verdient) und ich mich daher sehr gut in die Probleme der Radfahrer im Straßenverkehr hinenversetzen kann - und das ist vor allem der viel zu geringe Sicherheitsabstand beim Überholtwerden - daher lasse ich beim Überholen eines Rafahrers lieber einmal 1m zu viel seitlichen Abstand als 1m zu wenig.

Antworten

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

der MZS ([M]ehr[Z]weck[S]treifen) in die andere richtung ist übrigens irgendwie "originell"; vom enrico kommend endet der vor der ampel bei der gregorygasse, ein stückerl nach der kreuzung beginnt er wieder ... um nach etlichen metern wieder zu enden (dort dann endgültig). ob das sinn macht .... ?

Antworten

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Bis sich jemand findet, der Fotos macht und hier
» irgendwie reinstellt, hab' ich mal versucht, eine
» Skizze zu machen ... wobei ich mir nicht 100 %
» sicher bin, ob's tatsächlich so ausschaut:
»
» http://img127.imageshack.us/my.php?image=mehzwstrgn0.jpg

 

zwinkerndes Smiley ;)

 

Genau darum gehts. Bleibt der Streifen rechts von der Geradeaus-Spur oder führt er wirklich direkt auf die Geradeaus-Spur. Das wär dann echt ein Holler. Dort fahrn die Autos ja dann bis zu 50, wie soll ich mich dort sicher einreihen können.

 

Und wenn ich rechts in die Gregory abbiegt, fahr ich sicher nicht den MZStreifen entlang, das wäre ja Quatsch - wie gesagt, 30m vor der Kreuzung wird niemand einen Biker überholen versuchen, der selbst 20-30km/h fährt.

 

Autobus und ungeregelte Kreuzung (Wochenende): Der Autobus fährt normal auf der Rechtsabbiege-Spur weiter auf der Erlaaer geradeaus in die Bushaltestelle. Dort dürfte er auch nicht fahren. Ich interpretiere die Kreuzungssituation als Autofahrer so: Will ich links aus der Gregory abbiegen, dann darf ich bis zur Linie der Spur der Geradeausfahrenden vorfahren.

Das Bus-Problem hätte man dann auch als Biker, dass dort dann ein Auto steht.

Bin aufs Foto gespannt.

 

Steffl

Antworten

[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Hallo,

 

meist sind die Diskussionen im Forum ja nur territoriale Abgrenzungen. Selten geht jemand mit unabgeschlossener Meinungsbildung zu Werke und womöglich nachher klüger ins Bett.

 

Trotzdem ist es mir ausnahmsweise mal bei diesem Thema so ergangen. Ich habe also meine Meinung geändert.

 

Auf den ersten Blick ist der Mehrzweckstreifen ein Wahnsinn. Aber nur, wenn man davon ausgeht, dass seine Urheber die Freizeitradler im Sinn hatten. Vor allem durch das abrupte Ende beim Enrico glaubt man das leicht.

 

Das ist/könnte allerdings nur Zufall sein, denn gerade ab dort ist ein Mehrzweckstreifen nicht mehr möglich (Fahrbahnbreite). Tatsächlich ist der Mehrzweckstreifen eher für Radler gedacht, die das Rad mehr als Verkehrsmittel denn als Freizeitspaß nehmen. Die haben sich bisher schon die Katastrophe auf der Erlaaer Straße angetan um nach Atzgersdorf und weiter nach Liesing oder Mauer zu kommen. Und für die ist es sicherlich eine Verbesserung.

 

Albert

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Ich bleibe weiterhin bei meiner Meinung.

Es gibt einen Radweg bei der Liesing der durchgängig bis zur Breitenfurter Strasse führt.

Diesen Radweg sehe ich absolut nicht nur als reinen Freizeitradlerweg.

Warum also nun ein Mehrzweckstreifen der auch noch dermassen unintelligent angelegt ist?

Für einen Autofahrer ist erst im letzten Moment erkennbar, dass die Radspur die Autospur kreuzt.

Ein Bremsen auf so kurze Distanz, aus den vorgeschriebenen 50km/h ist hier nicht möglich.

Aus meiner Sicht ist es nur eine Frage der Zeit bis hier ein Unfall passieren wird.

Natürlich sind dann die bösen Autofahrer schuld...

 

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Warum also nun ein Mehrzweckstreifen der auch
» noch dermassen unintelligent angelegt ist?

 

Ich kann mir nicht vorstellen, wie man als Radfahrer ohne diesen Radstreifen von der rechten auf die linke Spur kommen soll.

 

Dadurch, dass die rechte Spur (= Abbiegespur) durch diesen Radstreifen auch verschmälert wird erhöht das auch das Bewußtsein der Autofahrer. Ich finde es als Radfahrer gut, auch als Autofahrer habe ich kein Problem mit dem Streifen - und dass man das Kreutzen der Fahrspur nicht sieht, das gibt es nicht.

Du kannst eh nicht auf der rechten Spur bleiben und gleichzeitig einen Radfahrer überholen vor allem wenn Du bei der Kreuzung 50m später rechts abbiegen willst.

 

Und: Welcher Radfahrer fährt dort 10km/h ohne Schulterblick? Schneller als 30 fahren Autos dort auch nicht.

 

Steffl

 

PS: Ich bin jetzt nicht sicher, aber die Radspur bleibt auch der rechten Spur oder? (hoffentlich, sonst wärs dann echt ein Käs)

 

Könnt jemand ein Foto posten? Wenn ich dort vorbei komm mach ich eins! Viele reden - vielleicht so wie ich - als Blinde über die Farb'.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Ich bleibe weiterhin bei meiner Meinung.
» Es gibt einen Radweg bei der Liesing der
» durchgängig bis zur Breitenfurter Strasse führt.
» Diesen Radweg sehe ich absolut nicht nur als
» reinen Freizeitradlerweg.
» Warum also nun ein Mehrzweckstreifen der auch
» noch dermassen unintelligent angelegt ist?

Du bist also der Meinung, dass es in Ordnung ist, entlang der Liesing mit durchschnittlich 35 km/h (bei leichtem Gefälle sind locker 50 km/h möglich) zu radeln?

 

 

 

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

gut daß ihr darüber schreibt, ich hatte es auch am wochenende mit verwunderung gesehen, aber dann vergessen. mehrzweckstreifen? wer außer einem radfahrer sollte den nützen? ich denke es ist ein radweg, ein sehr gewöhnungsbedürftiger. aber da ich ja als berufsfahrerin in ganz wien unterwegs war und das erste mal auf der alserbachstraße damit konfrontiert wurde, kann mich das in liesing auch nicht mehr schocken. draufzahlen - pysisch - tut in so einem fall auf jeden fall der radfahrer, wäre daher nicht schlecht, wenn diese auch einmal mitdenken und nicht wie z.b. am ringradweg üblich, ungebremst die abbiegespur durchsausen. ich sage euch, ich habe da schon unfälle gesehen ..................... !!!

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» mitdenken und nicht wie z.b. am ringradweg üblich,
» ungebremst die abbiegespur durchsausen. ich sage
» euch, ich habe da schon unfälle gesehen
» ..................... !!!

 

Und genau aus diesem Grund geht der Trend weltweit zu Mehrzweckstreifen, denn Radfahrer gehoeren nicht auf einen Gehweg (ausgenommen Kinder und die erwachsenen Aufsichtspersonen) - schon gar nicht wenn der Radweg nicht od. nur durch eine kaum wahrnehmbare Markierung vom Gehweg getrennt ist.

Mehrzweckstreifen sind eine super Sache. Die Wiener Stadtplaner machen allerdings den riesen Fehler, dass sie diese Mehrzweckstreifen viel zu eng dimensonieren und viel zu eng an parkenden Autos vorbeifuehren (Bsp. ErlaaerStr. zw. Gregorygasse und Enrico).

 

Ansonsten geht die Stadtplanung hier schon den richtigen Weg (wie internationale Trends und Studien zeigen). Und nicht vergessen: Mehrzweckstreifen sind fuer Radfahrer gedacht, die sich fortbewegen wollen (also rasch und sicher von A nach B kommen wollen) - fuer alle anderen (Genussradler) sind ja die Radwege a la Liesingbach etc. gedacht.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Hi Stefan,

 

» richtigen Weg (wie internationale Trends und
» Studien zeigen). Und nicht vergessen:
» Mehrzweckstreifen sind fuer Radfahrer gedacht, die
» sich fortbewegen wollen (also rasch und sicher von
» A nach B kommen wollen) - fuer alle anderen
» (Genussradler) sind ja die Radwege a la
» Liesingbach etc. gedacht.

 

Das hab ich jetzt sehr interessant gefunden, so hab ichs noch nie gesehen. Umso mehr ich drüber nachdenke: Klingt logisch und unter dem Gesichtspunkt hab ich eigentlich kein Problem mehr mit den neuen Mehrzweckstreifen.

 

Die Situation hier verleitet nur zu glauben, dass der Streifen als Zubringer für Genussradler zum Enrico dient, nachdem er genau dort aufhört. Ist wahrscheinlich wirklich nur ein dummer Zufall. Hängt wohl eher damit zusammen, dass nur davor Platz aufgrund des zurückversetzten Neubaus war.

 

Albert

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Die Situation hier verleitet nur zu glauben, dass
» der Streifen als Zubringer für Genussradler zum
» Enrico dient, nachdem er genau dort aufhört. Ist
» wahrscheinlich wirklich nur ein dummer Zufall.
» Hängt wohl eher damit zusammen, dass nur davor
» Platz aufgrund des zurückversetzten Neubaus war.
»
» Albert

 

Hz Albert,

 

Ich glaube mich - im Yuge meiner Recherche zu der damaligen ae-print Ausgabe - erinnern zu koennen, dass der Ermischer geantwortet hat, dass fuer einen Mehryweckstreifen eine gewisse Fahrbahnbreite notwendig ist; und genau diese ist ab dem Enrico nicht mehr gegeben.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» Die Situation hier verleitet nur zu glauben, dass
» der Streifen als Zubringer für Genussradler zum
» Enrico dient, nachdem er genau dort aufhört.

 

naja das enrico eis würde ich nicht gerade als genuß bezeichnen, aber bei den eissalons scheiden sich sowieso die geister-zwinkerndes Smiley ;)

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

tja, man fährt also als radfahrer auf dem streifen, und wenn er dann aus ist, ist mann dann praktisch freiwild. hat der autofahrer neben einen mitgekriegt, dass die fahrradspur da ist? wenn ja, hat man glück, wenn nicht hat man mit ein bissl pech einen unfall.

 

so eine ähnliche kranke situation gibt's auch auf der triesterstraße stadteinwärts wenn man links zum wienerberg abbiegt. eigentlich könnte man hier gerade fahren, aber die linken zwei spuren gehen auf einmal in einem bogen nach rechts. der in der zweiten spur fahrende fährt meist aber gerade, weil er die bodenmarkierungs-kurve meist ignoriert. nur: der auf der linken spur fahrende muss da rüber, so will es die bodenmarkierung! und fährt man nicht diesen bogen, fährt man direkt in eine art verkehrsinsel rein! hier wurde eine einfache situation künstlich kompliziert gemacht. merkwürdig.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» tja, man fährt also als radfahrer auf dem
» streifen, und wenn er dann aus ist, ist mann dann
» praktisch freiwild. hat der autofahrer neben einen
» mitgekriegt, dass die fahrradspur da ist? wenn ja,
» hat man glück, wenn nicht hat man mit ein bissl
» pech einen unfall.

 

aber ohne den mehrzweckstreifen ist man die ganze zeit freiwild. so gibt es wenigstens auf einem abschnitt eine gewisen schutz.

es ist jedenfalls ein fortschritt für radfahrerInnen.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» tja, man fährt also als radfahrer auf dem
» streifen, und wenn er dann aus ist, ist mann dann
» praktisch freiwild. hat der autofahrer neben einen
» mitgekriegt, dass die fahrradspur da ist? wenn ja,
» hat man glück, wenn nicht hat man mit ein bissl
» pech einen unfall.

 

Wenn ich das richtig rauslese, kennst Du die neue Situation noch nicht. Vom C-Block Richtung Atzgersdorf fahrend ist der Streifen verlängert worden. Zuvor gab es nur das Problem, dass der Streifen aus ist, jetzt ist es noch viel schöner.

 

Vor der Videothek beim Schloss Alt-Erlaa gibt es 2 Spuren: Geradeaus und Rechtsabbieger. Der Mehrzweckstreifen muss folglich dazwischen sein (weil geradeausfahrend). Vor der Rechtsabbiegespur ist er natürlich ganz rechts, also ist auch hier die Situation, dass man plötzlich in die Mitte der Fahrbahn muss und zwischen den Autos steht.

 

Albert

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» ... dass man plötzlich in die Mitte der
» Fahrbahn muss und zwischen den Autos steht.

eine echte verschlechterung gegenüber vorher (ohne diesen streifen) ist es aber auch nicht, oder ?

wer vorher mangels radweg/mehrzweckstreifen die "normale strasse" benutzt hat, musste ja auch bei der videothek auf die linke geradeaus-spur wechseln und war damit quasi "in der mitte".

jetzt muss man als radfahrer nicht mehr spur wechseln, sondern bleibt auf dem mehrzweck-streifen. was macht eigentlich ein radfahrer, der rechts in die gregory-gasse abbiegen möchte ?

 

hmmm ... vielleicht sollte ich mir das bei gelegenheit genau anschauen.

 

ähnliche "konstruktionen" gibt's übrigens auch mit bus-spuren (z.b. in der burggasse): links die "normale" spur, rechts die bus-spur. beim rechts-abbiegen richtung mariahilferstrasse muss man auch über die bus-spur drüber zur abbiegespur. wobei natürlich ein bus schon schwerer zu übersehen ist als ein radfahrer ...

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» mehrzweck-streifen. was macht eigentlich ein
» radfahrer, der rechts in die gregory-gasse
» abbiegen möchte ?

 

Hoffen, dass endlich das duemmliche Gesetz faellt, dass ein Radfahrer einen Radweg benutzen MUSS (und so viel ich weiss gilt ein Mehrzweckstreifen auch als Radweg und muss daher benutzt werden).

In der Praxis muss man sich hier natuerlich rechts halten und den Mehrzweckstreifen verlassen, wodurch man sich theoretisch die letzten paar Meter STVO-widrig verhaelt.

 

Zur Benutzungspflicht: Meiner Meinung nach ist dies ein Hauptgrund fuer viele schwere Radunfaelle (z.B. Ringradweg). Wie komme ich als schneller Radfahrer (30-40 km/h) eigentlich dazu, vor jeder Quergasse auf Schrittgeschwindikeit hinunterzubremsen, um die Fahrbahn STVO gemaess queren zu duerfen.

Ich moechte mich als Radfahrer in der Stadt zumindest genauso schnell bewegen duerfen wie ein Autofahrer.

Und der Ringradweg ist eine absolute Zumutung fuer einen schnelleren Radfahrer. Ich habe hier absolut kein Verstaendnis, dass ein schneller Radfahrer nicht auf der Fahrbahn fahren darf ('fahrendes Hindernis' lasse ich nicht gelten, denn die Fiaker-Fahrer sind ein viel groesseres Hindernis am Ring als es ein Radfahrer je sein koennte)

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

» » ... dass man plötzlich in die Mitte der
» » Fahrbahn muss und zwischen den Autos steht.
» eine echte verschlechterung gegenüber vorher
» (ohne diesen streifen) ist es aber auch nicht,
» oder ?

 

Nein, das natürlich nicht. Nur vorher ist auch niemand verleitet worden dort zu fahren zwinkerndes Smiley ;)

 

Aber wie der Stefan schon geschrieben hat. Das eine ist für jene, die das Fahrrad als Fahrzeug verwenden und für die ist es eine Verbesserung.

 

» mehrzweck-streifen. was macht eigentlich ein
» radfahrer, der rechts in die gregory-gasse
» abbiegen möchte ?

 

Ich hätte mich jedenfalls rechts eingeordnet. Aber es verleitet etwas dazu es falsch zu machen.

 

Albert

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

ein mehrzweckstreifen ist ja egentlich eie fahrradspur, oder? ich finde, dass fahradspuren eigentlich von der "echten" straße getrennt sein sollten.

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[Mail nur bei Anmeldung], vor 9 Jahren

Ein Mehrzweckstreifen ist - wie der Name schon sagt - eine Verkehrsflaeche, die von mehreren Verkehrsteilnehmern genutzt werden kann. Er dient ausschliesslich dazu, den Autofahrern zur erhoehten Vorsicht zu animieren und eine Radfahrer mit dem notwendigen Sicherheitsabstand zu ueberholen (der Radfahrer hat am Mehrzweckstreifen immer Vorrang).

 

In den Niederlanden sind Mehrzweckstreifen gang und gaebe und es gibt dort sehr, sehr viel weniger Unfaelle mit Radfahrern als in Wien. Ich halte Mehrzweckstreifen daher prinzipiell fuer eine sehr gute Sache, nur bezweifle ich, dass die Intelligenz einiger Autofahrer dazu reicht, diese Mehrzweckstreifen richtig zu interpretieren und sich demnach auch zu verhalten.

 

Kinder unter 12 haben im uebrigen in meinen Augen auf einem Mehrzweckstreifen nichts verloren - die sollen lieber weiter den Gehsteig benutzen (ebenso wie begleitende Erwachsene - auch wenn dies manche Fussgaenger nicht behirnen, selbst wenn man im Schritttempo an ihnen vorbeifaehrt und vorher hoeflich auf sich aufmerksam macht ....)

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